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  • Marie-Sophie Wilhelm

Leben & Wohnen mit Kindern


Als Mama weiß ich ganz genau – es ist nicht immer leicht, Ordnung in seinen vier Wänden zu halten. In einem Eck steht der Puppenwagen, im anderen Eck liegen Stofftiere und dann sind noch quer über den Wohnzimmerteppich Playmobil-Teile zerstreut. Der tägliche Wahnsinn eben 😊 Kinder wollen Platz zum Spielen und Eltern mögen es wohnlich und aufgeräumt. Das kann ganz schön frustrierend werden, denn ist man endlich mit seiner Hausarbeit fertig und hat jedes noch so kleine Spielzeug gefunden und an seinen ursprünglichen Platz gebracht, könnte man bald schon wieder von vorne anfangen. Wenn du dich nun mit dieser Situation identifizieren kannst, kommt jetzt die gute Nachricht, denn es gibt Wege, um das Chaos der kleinen Familienmitglieder auch langfristig zu beseitigen bzw. für Ordnung zu sorgen und jeden Abend eine schön aufgeräumte Wohnung aufzufinden. Mit diesen einfachen und doch sehr effizienten Tipps klappt die Ordnung mit Kindern bestimmt:


1. Spielzeug im Überfluss vermeiden:

Natürlich möchte man als Mutter sein Kind am liebsten mit allem, was es sich wünscht, beglücken – doch zu bedenken gilt: Nicht jedes Spielzeug wird dem Kind für längere Zeit Freude bereiten, auch wenn es im ersten Moment noch so sehr gewünscht wird. Am besten gezielt Spielsachen kaufen und bereits VOR besonderen Anlässen den Verwandten mitteilen, welche Spielwaren ohnehin im Überfluss im Kinderzimmer zu finden sind. So wird nichts doppelt und dreifach gekauft.


2. Regelmäßiges Ausmisten:

Ein regelmäßiges Entrümpeln der Spielsachen kann sehr befreiend und entlastend sein. Es schafft mehr Raum zum freien Bewegen und Spielen und lenkt den Blick auf das Wesentliche. Ich empfehle daher kontinuierliches Ausmisten von alten Spielsachen gemeinsam mit dem Kind. Es soll selbst entscheiden, was es behalten möchte und was entsorgt werden kann. Oft wird einem erst in diesem Prozess bewusst, welche Dinge schon lange nicht mehr angerührt wurden und daher wegdürfen. Sind die ausgemisteten Spielsachen noch in Ordnung, so können sie gespendet werden und einem anderen Kind Freude bereiten.


3. Gemeinsames Aufräumen als Abendritual

Vor dem Zubettgehen kann man gemeinsames Aufräumen des Spielzeugs als Ritual einführen. Auf spielerische Weise oder in Begleitung von Kindermusik und gemeinsamem Gesang kann das Ordnung schaffen als Brauch eingeführt und dadurch in Zukunft das Riesenchaos langfristig vermieden werden. Die Vorstellung, jeden Abend gemeinsam wegzuräumen, mag anfangs abwegig erscheinen, doch kann mit der für Ihr Kind richtigen Methode auch Spaß machen. Zudem kann man als Elternteil ein gutes Vorbild sein. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf! Am Ende des Aufräumens darf es dann auch gerne eine kleine Belohnung geben.


4. Stauraum schaffen

Das eigene Kinderzimmer soll für das Kind DER Ort zur Entfaltung sein. Die Spielsachen sollten daher im Kinderzimmer aufbewahrt werden und am besten diesen Raum kaum verlassen. Der Aufräumprozess findet dann auch ausschließlich in diesem Zimmer statt und kann – sobald das Kind groß genug ist – auch allein durchgeführt werden (Bitte nicht auf die Belohnung vergessen! 😊). Um auch genug Stauraum im Kinderzimmer zu schaffen, empfiehlt es sich, gleich zu Beginn Möbel anzuschaffen, welche „mitwachsen“ können – Betten mit Stauraum, Möbelstücke mit mehreren Funktionen oder Regale mit Kisten. Gemütliche Teppiche und bunte Bodenkissen schaffen zudem die perfekte Spielinsel für die Kleinen. Übersichtlich wird es für das Kind außerdem, wenn das Spielzeug in einzelne Kategorien unterteilt wird, z.B. in einer Kiste Barbies, in der zweiten Kiste Kleinspielzeug und in der dritten Kiste Stofftiere. So kann der Überblick bewahrt werden und das Aufräumen läuft noch strukturierter ab. Aber Vorsicht: Die Kreativität darf unter der strikten Ordnung nicht leiden! Das Kinderzimmer bleibt trotzdem das Reich des Kindes und sollte daher nicht die Eltern wiederspiegeln, sondern zur Entfaltung des Sprösslings beitragen.


Expertentipp: Je flexibler die Einrichtung, desto unkomplizierter gestaltet sich das Wohnen mit den kleinen Lieblingen.


5. Nicht vergessen: Wohlfühlfaktor!

Sowohl für uns als auch für unsere kleinen Schätze soll der Wohnraum so gemütlich wie möglich gestaltet werden. Achtet daher neben Ordnung auch auf eine freundliche und heimelige Atmosphäre in jedem Zimmer. Jeder sollte sich an seinem Rückzugsort wohl fühlen und es gemütlich haben. Nicht zu vergessen sind außerdem die Kunstwerke unserer Kleinen: Durch ihre Basteleien und Zeichnungen bringen sie LEBEN und FREUDE in unser Zuhause und das darf auch gerne gezeigt werden!


Expertentipp: Verwandelt Zeichnungen in aufregende Collagen! So kann einem harmonischen und individuellen Zuhause nichts mehr im Wege stehen!

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