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  • Marie-Sophie Wilhelm

Kalte und warme Farben in der Einrichtung


Ein wichtiges Thema in der Inneneinrichtung, welches ich gerne und oft in der Praxis behandle, ist die Wahl der Farben. In der Farbpsychologie wird zwischen warmen und kalten Farben unterschieden. Jede Farbe, egal ob kalt oder warm, kann bei gezieltem Einsatz in der Inneneinrichtung ein harmonisches Raumklima schaffen.


Je nach Farbe werden unterschiedliche Emotionen herbeigeführt, welche Einfluss auf unsere Psyche haben. Sie sind ausschlaggebend für unsere Stimmung und somit auch für das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden.


Kalte Farben

Kalte Farben lassen Räume allgemein größer erscheinen und wirken beruhigend auf unser Gemüt. Zu den kalten Farben zählen Farben wie Weiß, Blau oder Grau. Diese Farbtöne strahlen etwas „Kühles“ aus, wir verbinden sie im Unterbewusstsein mit Natur und Kälte. Befinden sich viele Blau- oder Grautöne in der Inneneinrichtung, so empfiehlt es sich, diese etwas auszugleichen und zu erwärmen mit warmen Farbakzenten wie Rot, Orange oder Gelb.


Weiß

Weiß wird zu den kalten Farben gezählt, gilt jedoch auch als neutralisierend. Sind überwiegend warme Farben in der Einrichtung zu finden, so kann die Farbe Weiß grelle Farben neutraler wirken lassen und abkühlen. Weiße Wände wirken frisch und leicht, mit kleinen Accessoires in warmen Farben kann etwas Aufregung in die Inneneinrichtung gebracht werden.


Blau

Blau ist die kälteste Farbe und wird in der Farbpsychologie als beruhigend und erfrischend bewertet. Die Farbe wirkt in der Inneneinrichtung frisch und kühl, soll jedoch auch konzentrationsfördernd sein und die Fantasie anregen. Sie symbolisiert Entspannung und Stille und ist daher im Schlafzimmer gern gesehen.


Grau

Grau wird in der Farbpsychologie eher negativ beschrieben. Sie zählt eindeutig zu den kalten Farben und symbolisiert Einsamkeit und Trauer. Die Farbe Grau kann sogar eine depressive Wirkung auf uns haben und sollte von ängstlichen Menschen daher gemieden werden. In der richtigen Kombination mit warmen Farben ist sie jedoch ein absoluter Hingucker und voll im Trend. Ein Mix aus mehreren Farben macht hier den Unterschied!


Warme Farben

Warme Farben haben eine bewegende und kommunikative Wirkung und fördern unsere Sinne. Sie verkleinern optisch den Raum und erwärmen das Raumklima – zu viel kann jedoch überfordernd und stressig auf uns wirken. Farben wie Rot, Gelb und Orange gehören in der Farbpsychologie in die Kategorie der warmen Farben.


Rot

Rot wird mit schönen Begriffen wie Liebe, Glück und Freude assoziiert und kommt daher in der Einrichtung häufig zum Einsatz. Sie bringt viel Energie mit sich und schafft in den Wohnräumen eine aufregende Atmosphäre. Im Schlafzimmer sollte die Farbe aber eher gemieden werden, da sie einen ruhigen Schlaf behindern könnte.


Gelb

Die Farbe Gelb erinnert uns an die Sonne, das Licht und somit auch an Wärme, Optimismus und Lebensfreude. Sie wirkt aktivierend und ist daher im Arbeitszimmer als Wandfarbe sehr willkommen. Mit gelber Einrichtung kann man sich außerdem pures Sommer-Feeling in die eigenen vier Wände holen.


Orange

Auch die Farbe Orange bringt sommerliche Atmosphäre ins Eigenheim. In der Farbpsychologie steht Orange für Kraft, Fröhlichkeit und Energie. Orange hat eine positive Wirkung auf unsere Psyche und erwärmt nicht nur unsere Räume, sondern erhellt auch unser Gemüt.


Expertentipp:

Um die Entscheidung hinsichtlich der Farbauswahl für die Inneneinrichtung zu erleichtern, empfehle ich zu Beginn seine Lieblingsfarben zusammenzustellen. Sie sollten nicht nur gefallen, auch eine gewisse Harmonie sollte zwischen den Farbtönen bestehen. Denn diese Harmonie überträgt sich anschließend auf unsere Wohnräume und somit auch auf unser Wohlbefinden.

Wichtig: Auffälligen Hinguckern wie Vorhängen oder Böden sollte bei der Farbauswahl große Beachtung geschenkt werden, da sie in der Wohnraumgestaltung sehr dominieren.


Die richtige Mischung macht´s!

Egal für welche Farben man sich entscheidet – kalte und warme Farben mischen, helle und dunkle Farbtöne einsetzen, Farbakzente mit kleinen Dekoelementen oder Möbeln und Wandfarben setzen.

Zu beachten gilt: Die richtige Mischung macht es aus, um eine individuelle und angenehme Atmosphäre in seinen vier Wänden zu schaffen.

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